Honeckers Gastarbeiter - Fremde Freunde in der DDR

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die evangelische Kirchgemeinde St. Bartholomäus und Armadafilm laden zur öffentlichen Uraufführung des Filmes "Honeckers Gastarbeiter - Fremde Freunde in der DDR" am 12. 2. 2016, um 19:00 Uhr, in der St. Bartholomäus-Kirche, Friedensstraße 1, in 10249 Berlin ein.

Die Vertragsarbeiter kamen im Namen der internationalen Solidarität. Seit Mitte der 1960er Jahre schloss die DDR-Regierung Verträge mit Ländern wie Vietnam, Mosambik, Kuba und vielen mehr. Es ging um wirtschaftlichen Austausch, aber auch um die Vermittlung von Arbeitskräften. In den Betrieben der DDR waren sie schon bald, nicht mehr wegzudenken. Meist in anonymen Wohnblocks untergebracht, blieben sie jedoch für die meisten DDR-Bürger „Fremde Freunde“. Der Film "Honeckers Gastarbeiter“ beleuchtet ein bisher wenig bearbeitetes Thema der DDR-Zeitgeschichte, stellt die Erinnerungen der ehemaligen Vertragsarbeiter in den Vordergrund und untersucht wirtschaftliche und politische Zusammenhänge.

Lutz Rentner (Autor), Georg Linde (Fachberatung), Kai-Uwe Kohlschmidt (Musik), Tom Franke (Regie & Produktion)

eine Produktion von Armadafilm, im Auftrag des RBB, gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

 

Ablauf:

Begrüßungsworte: Joachim Goertz (Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde St. Bartholomäus Berlin) und Almuth Berger (Pfarrerin, Ausländerbeauftragte der DDR und des Landes Brandenburg)

Maputo-Liveblog der Künstlergruppe Mangan25 (Szenische Lesung des Filmteams) www.mangan25.de

Filmvorführung

Podiumsgespräch: Almuth Berger, Tamara Hentschel (Verein Reistrommel e. V.), Mai-Phuong Kollath (ehem. Vertragsarbeiterin), Titu Truvinho (CMA - Mosambikanische Gesellschaft in Deutschland e. V.), Kai-Uwe Kohlschmidt (Radioautor und Komponist), Lutz Rentner (Filmautor) Moderation: Marion Brasch (radio 1)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.