Die Partitur des Krieges

Im Frühjahr 2015 bereisten der Dokumentarfilm-Regisseur Tom Franke, der Autor Armin Siebert, der Tontechniker Karsten Gläser und der Musiker Mark Chaet die Ostukraine. Der Geiger und Komponist Mark Chaet lebt heute in Berlin. Vor über 20 Jahren verließ er seine Heimat – die Ostukraine. Vor dem Hintergrund des Krieges kehrt er erstmals zurück. Entstanden ist ein einfühlsamer Dokumentarfilm, der sich auf die biografischen Wurzeln Mark Chaets begibt. Geboren wurde der Musiker in Kramatorsk, auf der ukrainischen Seite des Konfliktgebietes. Auf der anderen Seite, in Donezk, studierte am Konservatorium Violine. In intensiven Gesprächen mit Verwandten und Freunden erlebt Mark Chaet den Lebensalltag der Menschen in einem Bürgerkrieg – mitten in Europa. Der Dokumentarfilm „Die Partitur des Krieges – Leben zwischen den Fronten“ nimmt den Zuschauer mit auf diese Reise. Jenseits politischer Statements und medialer Verkürzung zeigt der Film Ambivalenzen auf und vermeidet einfache Antworten.

Der Regisseur Tom Franke verfasste täglich seine ganz persönlichen Notizen, um Verwandten, Freunden und Kollegen in Deutschland von der Situation in der Ostukraine und der Arbeit des Filmteams zu berichten. Aus diesem sehr eindringlichen Text entwickelte Tom Franke eine ca. 30minütige Lesung, die Mark Chaet auf der Geige begleitet.

Anschließend wird der Dokumentarfilm „Die Partitur des Krieges – Leben zwischen den Fronten“ gezeigt und danach stehen Mark Chaet und Tom Franke für Fragen zur Verfügung.

Freitag, 12. September 2017, 20:00 Uhr

OFF Broadway Köln, Zülpicher Str. 24, 50674 Köln

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